Linienmarkierer zieht eine weiße Linie über einen frischen Rasen, daneben Eckfahne und Ballsack

Wer arbeitet im Verein ehrenamtlich?

Viele Aufgaben im Verein übernehmen Ehrenamtliche: Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Kassierer und Menschen, die sich um Platz und Umkleiden kümmern. All diese Aufgaben sind nötig, damit ein Spiel stattfinden kann. Der Platz muss vorbereitet sein, die Kabinen müssen geöffnet sein, und die Mannschaft braucht jemanden, der sich um die Spieler kümmert.

Vereinen fehlen oft helfende Hände. Deshalb zählt schon die Unterstützung am Spieltag. Wer mitarbeitet, muss sich nicht mit Taktik auskennen. Manchmal genügt es, an der Kasse zu helfen, Material aufzubauen oder nach dem Spiel aufzuräumen. Das kann ein guter erster Schritt für alle sein, die herausfinden möchten, ob das Ehrenamt im Fußballverein etwas für sie ist.

Trainer im Amateurfußball: der Weg zur Lizenz

Amateurtrainer können im Lizenzsystem des DFB Qualifikationen erwerben. Am Anfang steht die Trainerlizenz für den Breitenfußball, die C-Lizenz. Sie hilft Ehrenamtlichen, ihr Wissen zu strukturieren, und bildet die erste klar umrissene Stufe ihrer Entwicklung als Trainer.

Die genauen Bedingungen, den Umfang und die Termine eines Lehrgangs legt der jeweilige Veranstalter fest. Deshalb lohnt es sich, diese Angaben vor der Anmeldung zu prüfen. Schon die Möglichkeit, eine Lizenz zu erwerben, zeigt, dass zur Rolle des Trainers im Amateurfußball mehr gehört, als zum Training zu erscheinen. Dazu zählen auch das Lernen und der schrittweise Erwerb von Qualifikationen.

Schiedsrichter: Wie fängt man an?

Schiedsrichter wird man nach einem Neulingskurs, wie ihn die Landesverbände anbieten. Das Mindestalter hängt vom jeweiligen Verband ab und liegt häufig bei 12 oder 14 Jahren. Die Tätigkeit als Schiedsrichter ist eine der wenigen Aufgaben im Vereinsumfeld, die man vergleichsweise früh übernehmen kann.

Neue Schiedsrichter leiten zunächst Jugendspiele und Partien in den unteren Klassen. So können sie nach und nach Erfahrung sammeln. Die Regeln für den Aufstieg legt der Verband fest. Am besten fragt man schon im Kurs danach.

Im Hintergrund und rund ums Formale

Abseits des Spielfelds wird die tägliche Arbeit erledigt, die in Spielberichten nicht vorkommt. Wer Rasen, Umkleiden und Material pflegt, arbeitet meist im Hintergrund. Davon hängt jedoch ab, ob Training und Spiele reibungslos ablaufen. Das Ehrenamt im Fußballverein umfasst deshalb nicht nur Aufgaben rund um das Spiel, sondern auch organisatorische und technische Tätigkeiten. Diese Arbeit ist ebenso wichtig wie die von Trainern oder Schiedsrichtern.

Ein eigenes Thema ist das Geld. Ehrenamtliche können sich Auslagen erstatten lassen. Für Pauschalen gelten jedoch gesonderte steuerliche Regeln, die in den aktuellen Vorschriften nachgelesen werden sollten. Konkrete Beträge werden hier nicht genannt. Fragen zur Abrechnung klärt man am besten, bevor man im Verein anfängt.

Zusammenfassung

Es gibt verschiedene Wege ins Ehrenamt im Fußballverein: von der Hilfe am Spieltag über die C-Lizenz für Amateurtrainer bis zum Neulingskurs für Schiedsrichter. Wer eine dieser Aufgaben übernimmt, hilft dort, wo helfende Hände fehlen. Vor der Entscheidung sollte man sich beim zuständigen Verband über die Anforderungen des jeweiligen Lehrgangs informieren und die aktuellen Regeln zur Auslagenerstattung und zu Pauschalen prüfen.